Behörden & Politik

Langzeitpflege- & Spitexversorgung

Pflegerin hilft einer Patientin aus dem Bett aufzustehen

Pflegeversorgung: Bedarfsprognose und Handlungsoptionen

Dokumente und Unterlagen zur Medienkonferenz vom 5. April 2016: 

«Nationale Demenzstrategie 2014–2017» – Umsetzung im Kanton Zürich

Der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben im November 2013 die «Nationale Demenzstrategie 2014–2017» verabschiedet. In deren Umsetzung sollen die Akteure im schweizerischen Gesundheitswesen miteinbezogen werden – unter Wahrung der föderalistischen Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden.


Im Kanton Zürich ist die Auseinandersetzung mit der nationalen Strategie und deren Umsetzung im Rahmen eines intensiven Prozesses gestartet worden. Mit dem vorliegenden Bericht gibt die Gesundheitsdirektion umfassend Aufschluss über den aktuellen Stand. Der Bericht zeigt auf, zu welchen Erkenntnissen die Ist-Analyse, ausgerichtet an den von der nationalen Demenzstrategie vorgegebenen Handlungsfeldern, gelangt ist, welche konkreten Massnahmen sich daraus ergeben und wie das weitere Vorgehen aussieht.

Drittes Zürcher Demenzforum (6. Juni 2016)

Am 6. Juni 2016 fand das dritte Zürcher Demenzforum, organisiert von der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, statt. Hier finden Sie die Präsentationen sowie den Statusbericht (Juni 2016), in dem die einzelnen Organisationen über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr berichten.

Konzept AIDA-Care

Im Rahmen der bisherigen Erörterungen bzgl. der Umsetzung der «Nationalen Demenzstrategie 2014–2017» ist im Kanton Zürich eine Versorgungslücke festgestellt worden; diese betrifft die aufsuchende Abklärung und Beratung von sozialisolierten, demenzerkrankten Personen.

Um diese Lücke zu schliessen, hat die Gesundheitsdirektion die Konzepterarbeitung für ein geeignetes Angebot in Auftrag gegeben. Dieses Projekt «Aufsuchende Individuelle Demenz-Abklärung und Beratung» (AIDA-Care) wurde im Sommer 2015 in die Vernehmlassung gegeben. Die Rückmeldungen waren grundsätzlich positiv. Es werden moderate Änderungen vorgenommen. Das Konzept wird während der Jahre 2016 und 2017 im Rahmen von Pilotprojekten geprüft.

Im Herbst 2015 ist die Bewerbungsphase für die Pilotprojekte durchgeführt worden. Folgende Pilotprojekte starten:

  • Gesundheitszentrum Dielsdorf bietet AIDA-Care-Leistungen für die Gemeinden des Zweckverbandes Gesundheitszentrum Dielsdorf an.
  • KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit bietet AIDA-Care-Leistungen für die Trägergemeinden des Kompetenzzentrums KZU im Zürcher Unterland an.
  • Die Stadt Adliswil, die Gemeinde Thalwil und die Gemeinde Horgen bilden zusammen ein Pilotprojekt. Sie bieten AIDA-Care-Leistungen jeweils für Ihre Einwohnerinnen und Einwohner an.

Die Schulungen der Mitarbeitenden beginnen im Februar 2016. Die Teams treten im Frühling an die Öffentlichkeit, um das Angebot bekannt zu machen. Ab diesem Zeitpunkt können die AIDA-Care-Leistungen abgerufen werden.

Die Pilotphase wird wissenschaftlich evaluiert. Anschliessend wird die definitive Version des AIDA-Care-Konzepts den Gemeinden zur Implementierung bereitgestellt.

Zu den Vernehmlassungsunterlagen:

Zweites Zürcher Demenzforum (22. Juni 2015)

Organisiert von der Gesundheitsdirektion, fand am 22. Juni 2015 fand das 2. Zürcher Demenzforum statt.

Schlussbericht zur Analyse der Kostendifferenzen bei den Spitex-Organisationen

Pflegegesetz & Verordnung über die Pflegeversorgung

Seit 1. Januar 2011 sind das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung und das darauf aufbauende neue Zürcher Pflegegesetz in Kraft. Damit haben sich die Zuständigkeiten und die Finanzierung im Bereich der ambulanten und stationären Langzeitversorgung grundlegend geändert.

Per Juni 2014 hat die Gesundheitsdirektion eine erste Evaluation veröffentlicht, in der die Praxistauglichkeit der neuen Regelungen im Kanton Zürich beurteilt wird. Insgesamt ist die Bilanz positiv. Einzelne Schwächen sind erkannt und ein entsprechender Handlungsbedarf wurde abgeleitet.

Akut- und Übergangspflege

   
Pflegeheim:Fr. 168 pro Tag 
Spitex:Massnahmen der Abklärung und Beratung:Fr. 121.22 pro Stunde
 Massnahmen der Untersuchung und Behandlung:Fr. 119.24 pro Stunde
 Massnahmen der Grundpflege:Fr. 105.60 pro Stunde

Mit Wirkung ab 1. Januar 2011 wurde im Krankenversicherungsgesetz (KVG) die sogenannte Akut- und Übergangspflege eingeführt. Dabei handelt es sich um Pflegeleistungen, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt auf spitalärztliche Anordnung während längstens zwei Wochen stationär in Pflegeheimen oder ambulant durch Spitex-Dienste erbracht werden. Zurzeit gelten für die Akut- und Übergangspflege die oben gennanten Tarife, an denen sich in den Jahren 2015 - 2017 die Gemeinden mit 55% und die Versicherer mit 45% beteiligen müssen (vgl. RRB Nr. 338/2014). Eine Beteiligung der Leistungsbezügerinnen bzw. der Leistungsbezüger an den Kosten der Akut- und Übergangspflege ist nicht zulässig. Allerdings gehen die Kosten für Betreuung, Unterkunft und Verpflegung grundsätzlich zu ihren Lasten.

Pflegefinanzierung / Kostenvergleiche

Die Zürcher Gemeinden, Heime und Spitexorganisationen können die Broschüre zur neuen Pflegefinanzierung gratis unter dem Stichwort «Pflegefinanzierung» bei der Kantonalen Drucksachen- und Materialzentrale KDMZ bestellen: E-Mail info@kdmz.zh.ch. Die Mindestbestellmenge beträgt 100 Stück.

Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
Bei Problemen und Konflikten bietet die unabhängige Beschwerdestelle für das Alter, UBA Zürich und Schaffhausen, wertvolle Unterstützung an. Sie berät, schlichtet und vermittelt.

Telefon: 058 450 60 60
E-Mail: zuerich-schaffhausen@uba.ch

Wer darf pflegen?

Berufsmässige pflegerische Leistungen (Grund- und Behandlungspflege) sind im Kanton Zürich bewilligungspflichtig. Ausserhalb von Spitälern und Heimen (mit entsprechender Bewilligung) dürfen im Kanton Zürich nur Spitex-Institution oder Pflegefachpersonen mit Berufsausübungsbewilligung pflegerisch tätig sein.

Die Bewilligungspflicht gilt unabhängig davon, ob die Pflegekosten von einer Sozialversicherung übernommen werden. Bewilligungsfrei sind hingegen pflegerische Leistungen ausserhalb eines beruflichen Kontextes, z. B. bei der Pflege durch Angehörige.