Behörden & Politik

Qualität in Listenspitälern

Mit den Spitallisten 2012 und dem Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetz; die seit 1. Januar 2012 in Kraft sind, verfügt der Kanton Zürich über eine ausgezeichnete Grundlage, um weiterhin eine gute und nachhaltige Qualität der Zürcher Spitalversorgung sicherzustellen. Neben den generellen Qualitätsanforderungen stellt die Gesundheitsdirektion an die Listenspitäler auch leistungsspezifische Anforderungen. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens hatten die Spitäler bestätigt, diese Anforderungen zu erfüllen.

Bei der Festsetzung der Spitallisten hatte die Gesundheitsdirektion angekündigt, dass sie die Einhaltung der Leistungsaufträge wie auch die Einhaltung von Qualitätsanforderungen überprüfen werde. In einem ersten Schritt wurde aus der Vielzahl der Qualitätsanforderungen eine Auswahl getroffen, für die im Jahr 2012 ein Controlling-Konzept mit konkreten Prüfkriterien erarbeitet wurde (Qualitäts-Controlling). Parallel entwickelt die Gesundheitsdirektion gemeinsam mit den Spitälern die Qualitätssysteme weiter (Qualitäts-Entwicklung). Auftakt zu beiden -Qualitäts-Controlling und Qualitäts-Entwicklung - bildete die Informationsveranstaltung Controlling-Projekt: Qualität in Listenspitälern vom 4. Juli 2012.

Teilprojekt Qualitäts-Controlling

Als erstes Prüfthema wurde für das Teilprojekt Qualitäts-Controlling der Bereich «Personalqualifikation und -verfügbarkeit» bestimmt. Zwischen Mai und Ende November 2013 sind unter diesem Gesichtspunkt 57 Spitäler mit insgesamt 68 Standorten auditiert worden.

Die Zürcher Listenspitäler verfügen über gut qualifiziertes Personal und können in der Regel eine zeitgerechte Versorgung durch spezialisiertes Fachpersonal gewährleisten: Dieses erfreuliche Ergebnis hat die gezielte Überprüfung der Qualitätsanforderungen an die Spitäler mit kantonalem Leistungsauftrag ergeben.

Bericht zu den Ergebnissen der Audits 2013 im Rahmen des Projekts «Qualitäts-Controlling in Listenspitälern»:

Für die gemeinsame Bearbeitung des Teilprojektes hatte die GD interessierte Spitalvertreter aus Listenspitälern gesucht. Seit Oktober 2012 waren elf Spitalvertreter aus der Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation in dieses Teilprojekt eingebunden. In einem ersten Schritt wurde gemeinsam das Audit als geeignete Prüfmethode bestimmt. Anschliessend wurden ein Audit-Leitfaden, Muster-Audit-Checklisten und die Anforderungen an Nachweisdokumente erarbeitet. Das gemeinsame Ziel war, den Auditablauf möglichst schlank und effizient zu gestalten. Die Spitalvertreter bestätigten, dass der Aufwand in den Spitälern nach dem geplanten Vorgehen vertretbar sei. Die Dokumente und Instrumente wurden finalisiert. Am 3. April 2013 fand eine Informationsveranstaltung zur geplanten Durchführung der Audits statt.

Teilprojekt Qualitäts-Entwicklung

Anfangs Jahr 2014 konnten die gemeinsam mit den Vertretern des Verbands Zürcher Krankenhäuser (VZK) erarbeiteten Projektaufträge unterzeichnet werden. Unter dem Programm Qualitäts-Entwicklung werden die folgenden Projekte umgesetzt:

  • Qualitätsstrategie Kanton Zürich
  • Systematische Peer Reviews
  • Informationsübermittlung in der Behandlungskette
  • Lernen aus kritischen Ereignissen in der Medizin

Die Projekte unter der gemeinsamen Projektführung des VZK und der Gesundheitsdirektion hat im Frühjahr 2014 gestartet.