Gesundheitsberufe

Ausserkantonale Hospitalisation

Eine versicherte Person kann gemäss Art. 41 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) für die stationäre Behandlung unter den Spitälern frei wählen, welche auf der Spitalliste ihres Wohnkantons oder jener des Standortkantons aufgeführt sind (Listenspital). Der Versicherer und der Wohnkanton übernehmen bei stationärer Behandlung in einem Listenspital die Vergütung anteilsmässig nach Artikel 49a KVG höchstens nach dem Tarif, der in einem Listenspital des Wohnkantons für die betreffende Behandlung gilt.

Beansprucht die versicherte Person bei einer stationären Behandlung aus medizinischen Gründen ein nicht auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführtes Spital, so übernehmen der Versicherer und der Wohnkanton die Vergütung anteilsmässig nach Artikel 49a KVG. Medizinische Gründe liegen gemäss Art. 41 Abs. 3 KVG bei einem Notfall vor oder wenn die erforderlichen Leistungen in einem Spital, das auf der Spitalliste des Wohnkantons aufgeführt ist, nicht angeboten werden.

In folgenden Fällen ist eine Kostengutsprache des Kantons Zürich notwendig, damit eine volle Kostendeckung gewährt wird:

  • Die vorgesehene medizinische Behandlung ist in einem Spital der Zürcher Spitalliste mit dort aufgeführtem Leistungsauftrag nicht verfügbar oder – bei medizinischer Dringlichkeit – im Kanton Zürich nicht rechtzeitig verfügbar und der Tarif des Standortkantons des Spitals ist höher als der Zürcher Referenztarif.


Ein Kostengutsprachegesuch ist hingegen in folgenden Fällen nicht notwendig:

  • Es handelt sich um eine Notfallbehandlung: Es wird in diesen Fällen ein Kantonsanteil nach Artikel 49a KVG vergütet, d.h. es erfolgt eine volle Kostendeckung.
  • Es handelt sich um eine Wahlbehandlung, d. h. die Leistung wäre auch in einem Spital der Zürcher Spitalliste mit dort aufgeführtem Leistungsauftrag verfügbar: Es wird in diesen Fällen ein Kantonsanteil vergütet, höchstens aber bis zu den vom Regierungsrat festgesetzten Referenztarifen für ausserkantonale Wahlbehandlungen. Eine allfällige Differenz muss von einer Zusatzversicherung oder von den Patientinnen und Patienten selber übernommen werden.


Für die Zustellung der Kostengutsprachegesuche haben Sie folgende Möglichkeiten:

E-Mail
kvg@gd.zh.ch

Post
Gesundheitsdirektion Kanton Zürich
Kostengutsprache KVG
Stampfenbachstrase 30
8090 Zürich

Fax
043 259 52 10

Bei Fragen zu ausserkantonalen Hospitalisationen sind wir wie folgt telefonisch erreichbar:
043 259 24 38 von 09.00 – 11.30 Uhr